Case Study · Gästehaus / Brauerei

Gästehaus mit Brauerei: dezentrales Regelnetz für Wärme, Lüftung, Brauwasser und Eigenstrom

Gas-Brennwertgerät, Hackgutkessel, zwei BHKW, PV mit Akku, Küchenlüftung, Brauwasserbereitung und zahlreiche Heizkreise werden nicht über einen einzigen Zentralrechner abhängig gemacht, sondern in autonomen KN-Reglerbereichen aufgebaut.

100 kW Gas-Brennwert60 kW Hackgut2× BHKWPV + AkkuKüchenlüftungBrauwasserdezentrales KN-Netz
Objektübersicht mit Reglerbereichen für Gästehaus, Brauerei, Scheune, Neubau, Altbau, Lüftung und Zentrale Hotel
Objektübersicht der Visualisierung: mehrere Gebäudeteile und Reglerknoten arbeiten weitgehend eigenständig und tauschen nur notwendige Werte aus.
100 kWGas-Brennwertgerät als Wärmeerzeuger
60 kWHackgutkessel für biogene Wärme
BHKW für Wärme- und Stromerzeugung
PV + AkkuEigenstromsystem mit ca. 60 kW PV-Leistung nach Anlagenangabe
KN-Netzmehrere autonome Reglerbereiche statt zentralem Master
LüftungKüchen-/Gasthauslüftung mit Stufen und Freigaben
Brauwasserseparate Brauwasserbereitung im System
viele HKWohn-, Gäste-, Altbau-, Neubau- und Scheunenbereiche
Der Trick ist die Dezentralität: Jeder Bereich läuft so autonom wie möglich. Übertragen werden nur Austauschwerte wie Außentemperatur, Anforderungen, Freigaben und Statusinformationen.

Bedienoberflächen durchklicken.

Die Bedienebene macht die Dezentralität sichtbar: Jeder KN-Bereich besitzt eine eigene Ansicht, eigene Werte und eigene Bedienlogik. Mit Zurück/Weiter oder den Reitern können die Oberflächen wie in einer kleinen Anlagenführung durchgeschaltet werden.

Objektübersicht der dezentralen Regelungsvisualisierung
Übersicht · KN-Reglernetz

Objektübersicht mit dezentralen Bereichen

Scheune, Neubau, Altbau, Dachboden, Zentrale Hotel, Keller Gasthaus, Lüftung und PV/Akku sind als eigene Bereiche sichtbar. Die Anlage wird nicht als ein einziger zentraler Block verstanden, sondern als robustes Reglernetz.

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Die technische Aufgabe.

Ein Gästehaus mit Brauerei hat sehr unterschiedliche Lastprofile. Wohn- und Gästebereiche benötigen gleichmäßige Raumwärme und Warmwasserkomfort. Die Brauerei benötigt Brauwasser und Prozesswärme. Die Küche benötigt eine leistungsfähige Lüftung mit passenden Betriebsstufen.

Dazu kommen Gas-Brennwertgerät, Hackgutkessel, zwei BHKW, PV, Akkuspeicher und viele Heizkreise. Würde alles von einem zentralen Master abhängen, entstünde ein unnötiges Risiko für Betriebssicherheit und Service.

Die Lösung.

PANAROTTO hat die Anlage als dezentrales KN-Regelnetz aufgebaut. Jeder Bereich arbeitet so autonom wie möglich. Nur notwendige Austauschwerte wie Außentemperatur, Anforderungen, Freigaben, Sperren, Status und ausgewählte Betriebswerte werden zwischen den Bereichen übertragen.

Fällt ein Knoten aus, bleibt nicht zwangsläufig die gesamte Anlage stehen. Teilbereiche können weiterarbeiten oder zumindest klar abgegrenzt bewertet werden. Genau das erhöht die Robustheit bei großen, gewachsenen Objekten.

Detailbereiche.

KN4 · Zentrale Hotel

Wärmeerzeuger, Speicher und Brauwasserbezug

Der Bereich „Zentrale Hotel“ bildet Wärmeerzeuger, Speicherzustände, Frischwasser-/Brauwasserfunktionen und Freigaben ab. Er ist ein wichtiger Knoten, aber kein zentraler Master für alle Gebäudeteile.

  • Gas-Brennwertgerät mit 100 kW
  • zwei BHKW im Gesamtsystem
  • Brauwasserbereitung und Speicheranbindung
  • Freigabe-/Sperrlogik für Wärmeerzeuger
KN2 · Keller Gasthaus

Gästehaus, Heizkreise und Lüftungsanforderung

Im Keller Gasthaus werden Wohn- und Gästezonen, Heizkreise, Warmwasserfunktionen und Lüftungsanforderungen in einer eigenen Bedienebene geführt.

  • mehrere Heizkreise für Wohn- und Gästezonen
  • Warmwasser-/Frischwasserfunktionen
  • Temperatur- und Pumpenzustände sichtbar
  • eigener Reglerbereich für bessere Übersicht und Betriebssicherheit
KN25/26 · Lüftung

Küchenlüftung als eigener Funktionsbereich

Die Lüftung wird eigenständig bedienbar gemacht. Stufen, Boost, Zuluft-Automatik, Freigaben und Betriebswerte werden visualisiert und trotzdem über Austauschwerte in das Gesamtobjekt eingebunden.

  • mehrstufige Lüftungsregelung
  • Boost-Funktion und zeitliche Bedienung
  • Zuluft-Automatik und Betriebswerte
  • eigene Bedienlogik für Küche/Gasthaus
PV · Akku · Eigenstrom

PV und Akkuspeicher im Energiesystem

PV-Anlage und Akkuspeicher liefern wichtige Informationen für Betrieb und Optimierung. Der Ladezustand wird separat sichtbar gemacht und kann später für weitere Logik genutzt werden.

  • PV-Anlage mit Akkuspeicher
  • ca. 60 kW PV-Leistung nach Anlagenangabe
  • Visualisierung des Ladezustands
  • Grundlage für spätere Optimierungen
Brauerei · Prozesslast

Brauwasserbereitung und Sonderlasten

Die Brauerei bringt zeitlich wechselnde Sonderlasten in die Anlage. Die Brauwasserbereitung wird daher als eigener Prozessbereich sichtbar gemacht und mit Wärmeerzeuger- und Speicherzuständen abgestimmt.

  • separate Brauwasserbereitung
  • Prozesswärme und Warmwasserlasten
  • Abstimmung über Anforderungen und Freigaben
  • nachvollziehbare Bedien- und Anzeigeebene
KN5 · Neubau

Neubau und Hackgut-Anbindung

Der Neubau zeigt die Verbindung von Gebäudeheizkreisen, Speicherzuständen und Hackgutkessel. In der Visualisierung werden Temperaturen, Freigaben und Blockaden sichtbar.

  • Hackgutkessel mit 60 kW
  • Heizkreis- und Speicherinformationen
  • Statusmeldungen und Störungen sichtbar
  • lokaler Knoten mit definierten Austauschwerten
KN5 · Scheune

Scheune als eigener Gebäudebereich

Die Scheune wird als eigener Objektbereich geführt. Das macht die Anlage leichter verständlich, weil Regler, Heizkreis und Gebäudebereich logisch zusammengehören.

  • eigener Heizkreis-/Gebäudebereich
  • klare KN-Zuordnung
  • Temperaturen und Betriebszustände sichtbar
  • autonomer Teilbereich im Reglernetz
KN3 · Altbau

Bestandsgebäude sauber eingebunden

Der Altbau hat eigene Anforderungen an Vorlauftemperaturen, Heizkreise und Betriebszeiten. Die Regelung führt diesen Bereich getrennt und über Austauschwerte eingebunden.

  • Bestandsbereich mit eigener Heizkreislogik
  • Anpassung an unterschiedliche Gebäudezustände
  • klare Darstellung der Heizkreise
  • lokale Funktion ohne vollständige Zentralabhängigkeit
KN3 · Dachboden Schaafstall

Sonderbereich mit Heiz-, Lüftungs- und Brauwasserbezug

Auch Sonderbereiche wie Dachboden oder Schaafstall können als eigene Funktionsbereiche geführt werden. Dadurch bleiben Anlagenzustände und Bedienwege übersichtlich.

  • zwei Heiz-/Lüftungsbereiche sichtbar
  • Temperaturen und Betriebszustände
  • Brauwasser- und Speicherbezug sichtbar
  • klare Zuordnung trotz komplexem Objekt
KN4 · BHKW / Dachse

BHKW-Freigaben und Sperrlogik

Die beiden BHKW werden in der Visualisierung als eigene Erzeuger mit Freigabe- und Sperrlogik sichtbar. Das macht die Erzeugerseite für Betreiber und Service nachvollziehbar.

  • zwei BHKW im System
  • Freigabe- und Sperrlogik sichtbar
  • Temperaturwerte und Betriebszustände
  • Einbindung über Austauschwerte statt zentraler Abhängigkeit

Visualisierung und Bedienbarkeit.

Die Anlage zeigt, warum eine gute Visualisierung mehr ist als eine schöne Oberfläche: Sie macht ein komplexes Energiesystem für den Betreiber bedienbar. Gebäude, Heizkreise, Lüftung, Brauwasser, Speicher, PV/Akku, BHKW und Wärmeerzeuger werden als nachvollziehbare Anlagenbereiche dargestellt.

Lüftungsbedienung mit Ein/Aus, Boost, Stufen und Zuluft-Automatik

Beispiel Lüftungsbedienung: Ein/Aus, Boost, Stufen 1–4, Zuluft-Automatik und aktuelle Werte sind für den Betreiber direkt erreichbar.

Bedienoberfläche für zwei BHKW mit Freigabe- und Sperrlogik

BHKW-Ansicht: Freigabe, Sperre und Temperaturwerte werden so dargestellt, dass Service und Betreiber die Erzeugerlogik nachvollziehen können.

Fazit.

Diese Referenz zeigt PANAROTTO als Systemintegrator für komplexe Gebäudetechnik: mehrere Wärmeerzeuger, viele Verbraucher, Lüftung, Brauwasser und Eigenstrom werden nicht als empfindlicher Zentralblock, sondern als robustes dezentrales Reglernetz aufgebaut — nachvollziehbar, bedienbar und betriebssicherer.